Bauchkrämpfe

Bauchschmerzen

Verkrampfende Muskeln im Magen-Darm-Trakt bezeichnet man als Bauchkrämpfe. Im Normalzustand wird die Aktivität des Verdauungstrakts kaum wahrgenommen. Dabei unterstützt die Magen- sowie die Dünn- und Dickdarmmuskulatur die Nahrungsbeförderung. Kommt es zu einer Störung in diesem Prozess, sind Bauchkrämpfe meist die Folge. Oftmals hat sich dann Luft im Bauch gebildet.

Oft treten Bauchkrämpfe als Begleiterscheinung von Obstipation, Regelblutung oder Durchfall auf. Kommt es immer wieder zu länger andauernden Bauchkrämpfen, bezeichnet man solche als chronisch oder kolikartig. In den meisten Fällen verschwinden die Bauchkrämpfe so schnell wie sie gekommen sind, da ihnen eine einfache Magenverstimmung oder eine Nahrungsmittelunverträglichkeit zugrunde gelegen hat. Bei Frauen können Bauchkrämpfe auch während der Regelblutung auftreten. Zu den weiteren möglichen Ursachen von Bauchkrämpfen gehören eine generelle falsche Ernährung, Alkohol- und Nikotinmissbrauch, aber auch Stress oder Leistungsdruck. Menschen mit einem Reizdarm werden besonders häufig von Bauchkrämpfen geplagt. Magen-Darm-Infekte (z. B. durch Salmonellen), Allergien, Entzündungen sowie Geschwüre können zudem ursächlich für Bauchkrämpfe sein.

In der Apotheken Umschau wurde 2010 darüber berichtet, dass vor allem bei Frauen Bauchkrämpfe oft eine psychische Ursache haben. Für ihre chronischen Bauchschmerzen findet man oft keine körperliche Ursache, auch nicht nach mehreren Operationen. Laut Aussage einer Frauenärztin wird zu oft operiert, anstatt auf der psychischen Ebene nach den Ursachen für die Krämpfe zu schauen. Wenn man bei der Bauchspiegelung keine Symptome für die Krämpfe findet, empfiehlt es sich, auf Entspannungsmethoden zurückzugreifen. Ein ganzheitliches, körperorientiertes Verfahren wie Yoga kann dabei wahre Wunder wirken und auch alternative Heilmethoden könnten in Erwägung gezogen werden.

Bei akuten Bauchkrämpfen kann man die Schmerzen mit Wärme (Wärmekissen, Wärmflasche) und Kamillentee lindern. Die Einnahme von lauwarmem Wasser gemischt mit einem Tropfen Kamillenöl führt schnell zur Entspannung des Verdauungssystems. Beim gereizten Magen und Bauchschmerzen kann man die Beschwerden mit Kümmelöl oder Ingwertee lindern. Während der Regelblutung wird Wärme empfohlen, sowie Anistee oder Mönchspfeffer. Hier gibt es aber auch viele altbekannte Hausmittel, die ebenso gut helfen.

Zum Vorbeugen von Bauchkrämpfen empfiehlt es sich prinzipiell viel zu trinken, ballastreich zu essen und viel frisches Obst und Gemüse in den Speiseplan aufzunehmen.

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