Chronische Verstopfung kann zu Hämorrhoiden führen

haemorrhoiden

In einigen Fällen kann eine chronische Verstopfung zu Hämorriden führen. Der Hämorrhoidalplexus ist ein Geflecht von Arterien und Venen am Übergang zwischen Enddarm und Darmausgang. Dieses Geflecht hat die Funktion eines Schwellkörpers und dient zum Feinabschluss des Darms.

Das Blut in dem Schwellkörpern kann nicht mehr abfließen, wenn sich dieser anspannt, um den Stuhl zurück zu halten, so dichtet er den Darmausgang zusätzlich ab. Während der Darmentleerung fließt das Blut ab und der Darm kann sich entleeren. Wenn sich dieses Geflecht übermässig füllt und deshalb vorwölbt, spricht man von Hämorrhoiden.

Bei chronischer Verstopfung, wird oft gegen den verschlossenen Schließmuskel gedrückt, denn der Betroffene versucht, den harten Stuhlgang mit Kraft herauszupressen, Dadurch wird der Schwellkörper regelmäßig überfüllt und führt so zum Hämorrhoidalleiden. Verstopfung geht oft auf den Lebensstil zurück, wie zum Beispiel auf Stress, zu wenig Bewegung in Kombination mit zu fettigem und hastigem Essen, genauso wie zu wenig Flüssigkeitszufuhr. Um Verstopfung zu vermeiden, sollte man viele Ballaststoffe zu sich nehmen wie zum Beispiel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte. Man sollte auf Nahrungsmittel wie Schokolade, Tee und Weißbrot verzichten. Außerdem sollte man viel trinken, um den Darm in Bewegung zu bringen.

Um Verstopfung vorzubeugen, sollte man sich regelmäßig bewegen, eine halbe Stunde pro Tag spazieren zu gehen oder zu schwimmen, reichen meist schon aus. Zudem sollte man den Stuhlgang aus zeitlichen Gründen nicht verschieben, da der Stuhl so an Wasser verliert und härter wird, dies erschwert den Stuhlgang unnötig.

Eine morgentliche Dickdarmmassage regt die Darmtätigkeit an, dabei sollte man zehn Minuten lang entlang des Dickdarms, im Uhrzeigersinn die Bauchdecke massieren.
Man kann Verstopfung aber auch medikamentös behandeln.

Bei einer medikamentösen Behandlung wird nicht die Grunderkrankung der Verstopfung behandelt, sondern nur die Symptome. Abführmittel helfen bei der Stuhlentleerung, dabei beschleunigen sie die Darmpassage. Obwohl Abführmittel großteils rezeptfrei erhältlich sind, sollte man sie trotzdem unter Beobachtung eines Arztes einnehmen. Je nach Art des Medikamentes kann es zu Nebenwirkungen kommen, die zu lebensgefährlichen Herzryhtmusstörungen aufgrund des Kaliumverlusts führen können. Bei ständigem Einsetzten von Abführmitteln kann es zu einem Gewohnheitseffekt kommen, sodass der Stuhlgang nur noch möglich ist, wenn man das Medikament einimmt. Besteht der Verdacht eines Darmverschlusses, dürfen Abführmittel nicht eingenommen werden.

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