Diagnose Darmkrebs

Darmkrebs

Darmkrebs ist nach Lungen-und Magenkrebs die dritthäufigste Krebserkrankung. Die Häufigkeit an Darmkrebs zu erkranken nimmt mit höherem Lebensalter stark zu. Trotz meist langsamen Wachstums des Darmkrebs liegt eine ungünstige Prognose wegen realativ später Diagnosestellung vor. Daher ist die Kenntnis und Beobachtung der Frühsymptome zwar schwierig aber von entscheidender Bedeutung.

Etwa fünfzig Prozent der Darmkarzinome liegen im Rektum. Darmkrebs erfolgt sehr oft durch maligne Entartung vorher bestehender Dickdarmschleimhautpolypen.
Darmkrebs zeigt die selben Wachstumsformen wie das Magenkarzinom.
Bei chirurgischer Entfernung des Tumor und noch keinen nachgewiesenen Lymphknotenmetastasen beträgt die fünf-Jahres-Überlebenschance 70-80 Prozent.

Krankheitszeichen bei Darmkrebs

Die Erkennung des Darmkrebs im Frühstadium ist durch fehlende Frühsymptome oder deren unklare und vielschichtige Deutung erschwert. Ferner variieren die Beschwerden je nach Sitz des Tumors.

Uncharakteristische Allgemeinsymptome sind:

  • Plätschern im Leib
  • unklare Magenbeschwerden
  • sporadisch auftretende, kolikartige Schmerzen
  • unregelmäßige Darmentleerung mit Wechsel von Obstipation und Diarrhö
  • Als Spätsymptome und Alarmzeichen treten folgende Störungen auf:
  • Mattigkeit, Leistungsschwäche
  • Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme
  • chronischer, inkompletter Ileus
  • Beimengung von Schleim, Blut und Eiter im Stuhl
  • häufiger Stuhldrang mit jeweils nur geringen oder ausbleibenden Entleerungen
  • Schmerzen beim Stuhlgang
  • bei Übergreifen des Tumors auf die Nachbarorgane sind Schmerzen in Kreuz- und Blasengegend häufig
  • extreme Abmagerung, Tumorkachexie
  • hochgradige Anämie

Untersuchungsmethoden

Neben der Rektoskopie, der Darmbiopsie und der Kontrastmitteluntersuchung haben die rektale Untersuchung und die Palpation durch den Arzt große Bedeutung.

Behandlung bei Darmkrebs

Das Mittel der Wahl ist die chirurgische Entfernung des tumortragenden Darmteiles.
Darüber hinaus finden allgemeine Massnahmen statt:
  • Die Tumoranämie wird durch Bluttransfusionen behoben.
  • Mit Plasma, Eiweißfraktionen und eiweißreiche Kost wird der niedrige Eiweißgehalt des Blutes normalisiert.
  • Eine Infusionstherapie unterstützt den Elekrtolythaushalt.
  • Ist der Tumor auch schon sehr weit fortgeschritten und wird eigentlich als nicht mehr operabel befunden oder bestehen bereits Metastasen, wird trotzdem in den meisten Fällen operiert, um die gefürchteste Komplikation, den Darmverschluss, zu vermeiden. Anschließend erfolgt eine zytostatische Behandlung und eventuell eine Strahlentherapie.
  • Bei Tumoren im Enddarm und des Sigmoids wird ebenfalls versucht, den erkrankten Darmteil zu entfernen. Es ist dann nicht immer möglich, die verbleibenden Darmenden so zu vereinigen, dass sich der Stuhl durch den After entleert. Oft muss links am Unterbauch ein künstlicher Darmausgang angelegt werden. Dies geschieht auch dann, wenn sich bei der Operation zeigt, dass der Tumor schon tief in die Umgebung des Darmes eingedrungen ist, weswegen eine Entfernung nicht mehr möglich ist.

Vorsorgeuntersuchung

Einmal im Jahr sollte ein Okkulttest und eine rektale Untersuchung durchgeführt werden. Beim Okkulttest wird der Stuhl auf Blut untersucht.
Ab dem 50. Lebensjahr sollte alle fünf Jahre eine Darmspiegelung erfolgen.

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