Schmerzhaft und unangenehm – Verstopfung

Verstopfung

Verstopfung wird oft als Synonym für die erschwerte oder zu seltene Ausscheidung von Kot genutzt. Sie tritt sehr häufig auf und reicht von einmaligen Problemen bis hin zu einer chronischen Erkrankung. Die Ursachen sind vielfältig und die Behandlung meist einfach und von einem Laien auszuführen. Der medizinische Fachbegriff für dieses Problem ist Obstipation. Das komplette Fehlfunktionieren des Stuhltransports nennt man Koprostase und ist eine eigene Erkrankung. Die Verstopfung ist schon lange als akutes Problem bekannt und wird in nahezu jeder Zeit in medizinischen Schriften beschrieben.

Normalerweise wird die aufgenommene Nahrung durch den Verdauungstrakt transportiert, in dem die verwertbaren Bestandteile entzogen und der Rest zur Ausscheidung aufbereitet wird. Der Verdauungskanal besteht chronologisch aus Mund, Rachen, Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm, Mastdarm und After. Er ist bei Erwachsenen bis zu neun Meter lang und arbeitet dann bis zu 30 Stunden an der Verdauung. An vielen Punkten der Verdauung kann es zu Komplikationen kommen, Fehlfunktionen, Hindernissen und Störungen. Die häufigsten Verursacher von Verstopfung sind krankhafte Veränderungen des Darms, Mangelernährung, mangelnde Flüssigkeitsaufnahme, Stoffwechselstörungen oder durch Kaliummangel verursachte Störungen des Elektrolytehaushalts. Ein Mangel an körperlicher Bewegung wirkt begünstigend für eine Opstipation. Verwachsungen oder Muskelprobleme nach Operationen können den Stuhltransport problematisieren oder verhindern.

Typische Symptome für eine ernsthafte Verstopfung sind das seltene Ausscheiden von nur kleinen Mengen sehr harten Stuhls. Die Darmentleerung ist nur unter starkem Pressen möglich und wird von Schmerzen begleitet. Sie hinterlässt das Gefühl nicht vollständiger Entleerung und ruft Blähungen, Fröstelgefühl, Bauchschmerzen und Appetitlosigkeit hervor.

Extreme Symptomatiken wie heftigen Schmerz und Anschwellen des Bauches bis hin zum Erbrechen von Kot, oft gefolgt von einem Schock, sind Anzeichen für eine aktue Verstopfung. Sie tritt nur selten auf, sollte aber umgehend behandelt werden.
Eine chronische Verstopfung kann bis zu drei Monaten andauern. Bei der Diagnose hört, tastet und klopft der Arzt den Bauch ab. Danach wird als erste Maßnahme das Blut und der Urin untersucht. Weitere Diagnosehilfen sind der Test auf Blut im Stuhl, Ultraschalluntersuchungen, Darmspiegelungen, Röntgenuntersuchungen und der Kolontransit-Test. Dieser wird nur bei einem Verdacht auf einen überlangen Dickdarm durchgeführt. Dabei schluckt der Patient Biomarker, deren Transportweg in einer Röntgenaufnahme verfolgt werden kann, um damit mögliche Transporthindernisse aufzeigen. In manchen Fällen kann eine psychische Untersuchung die Verstopfung erklären. Vor allem junge Frauen und Kinder leiden an stressbedingter Verstopfung.

Die erste Behandlungsmethode ist meist eine Umstellung der Ernährung durch eine Fachkraft. Empfohlen werden ballastreiche Nahrung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Der Patient sollte auf ausreichende Bewegung achten.
Reicht diese Maßnahme nicht aus, können Abführhilfen genutzt werden.
Starke Abführmittel sollten nur auf Verschreibung des Arztes und unter seiner Beobachtung eingenommen werden. Kontrolliert kann damit eine längere Therapie eingeleitet werden, die der Arzt beaufsichtigt, bis die Abführmittel abgesetzt werden. Bei falscher Anwendung können sie wiederum Durchfall verursachen.

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