Therapiemöglichkeiten bei Bauchschmerzen

Bauchschmerzen: Ursache oft ungeklärt

Bauchschmerzen haben ganz unterschiedliche Ursachen. Mal liegt den Schmerzen ein körperlicher Auslöser zugrunde, mal aber auch eine seelische. Die physischen Verursacher wiederum lassen sich in ernste und weniger ernste Gründe aufteilen, je nachdem besteht ganz verschiedener Handlungsbedarf. Bauchschmerzen sind heutzutage glücklicherweise nichts mehr, was ertragen werden muss – es gibt viele sanfte, schonende Therapiemöglichkeiten, mit denen sich die Schmerzen effektiv lindern lassen.

Die Ursache erkennen

Der wirksamste erste Schritt bei Bauchschmerzen besteht darin, die Ursache zu erkennen. Handelt es sich um psychosomatisch bedingte Beschwerden oder ist der Grund körperlich? Häufig kann man sich die Frage beantworten, indem man darauf achtet, wann die Schmerzen auftreten. Kommen sie immer während oder nach einer besonders stressigen, belastenden Situation? Oder treten sie beispielsweise nach dem Essen auf? Wenn man keine Regelmäßigkeit erkennen kann oder sich nicht sicher ist, ist es sinnvoll, sich an einen Arzt zu wenden und ihn die Ursache der Schmerzen ermitteln zu lassen.

Was hilft gegen psychisch bedingte Bauchschmerzen?

Psychischer Stress, der bereits zu Bauchschmerzen führt, wird gerne bagatellisiert. Die Behandlung ist jedoch denkbar schlicht: Stress muss effektiver bewältigt werden, und das kann der Patient lernen. Er braucht dafür möglicherweise die Hilfe eines Psychologen, der ihm dabei hilft, mit seinem ganz alltäglichen Stress besser zurechtzukommen und ihn als weniger belastend wahrzunehmen. Das wiederum ist nicht so einfach, wie es klingt, es handelt sich dabei um einen Lernprozess. In der ersten Zeit kann es bereits hilfreich sein, Schmerzmittel zu nehmen und diese als Überbrückung zu werten, bis die psychischen Auslöser ausgeschaltet sind.

Was hilft gegen körperliche Bauchschmerzen?

Die Therapie körperlich bedingter Bauchschmerzen ist ganz unterschiedlich und hängt von der Ursache ab. Häufig treten sie alleine auf, sind Anzeichen einer hintergründigen Erkrankung und deuten darauf hin, dass weitergehend behandelt und diagnostiziert werden muss. Wenn sie beispielsweise immer wiederkommen, nachdem der Patient bestimmte Lebensmittel wie Milch zu sich genommen hat, dann liegen Ursachen wie Unverträglichkeiten oder Laktoseintoleranz vor. Es hilft bereits, solche Lebensmittel künftig wegzulassen und sie durch Alternativen wie laktosefreie Sojamilch zu ersetzen. Manchmal sind Bauchschmerzen Vorboten einer ernsteren Erkrankung, etwa einer Gastritis oder gar eines Magengeschwürs. In diesen Fällen muss die Ursache behandelt werden, sie hat höchste Priorität. Für die Zwischenzeit gibt es hochwirksame Medikamente wie Omeprazol, die die Wirkung der Magensäure mindern und dazu führen, dass sie die beanspruchte Magenschleimhaut nicht mehr so stark belasten.

Wann zum Arzt?

Grundsätzlich sind Bauchschmerzen immer ein Grund, den Arzt zu konsultieren. Viele Erwachsene nehmen Bauchschmerzen nicht ernst genug; sie haben in ihrer Kindheit erlebt, dass die Ursache oft ganz harmlos war, und das ist sie auch im Erwachsenenalter noch oft genug. Nun aber könnten Bauchschmerzen auch auf eine ernstere Grunderkrankung hindeuten, die der Arzt erkennen kann, wenn er den Patienten gründlich untersucht. Verzichtet dieser jedoch auf den Rat eines Arztes und versucht, die Bauchschmerzen zu ignorieren oder sie in Eigenregie zu behandeln, kann die Grunderkrankung fortschreiten und schlimmer werden. Je länger man mit wiederkehrenden Bauchschmerzen lebt und den Arzt nicht aufsucht, desto ernster kann der Gesamtzustand des Patienten werden. Deswegen ist es sinnvoll, den Arzt aufzusuchen, sobald sich die Bauchschmerzen folgendermaßen äußern:

  • wiederkehrende Schmerzen, die bereits über einen längeren Zeitraum anhalten
  • rhythmische Schmerzen, die auf eine klare Ursache zurückgeführt werden können
  • mittelschwere bis starke Schmerzen

Grundsätzlich wird man vom Arzt immer ernst genommen, wenn man über Bauchschmerzen klagt. Vorsichtige Patienten, denen ihre Gesundheit am Herzen liegt, suchen den Arzt deswegen bereits dann auf, wenn sie sich lediglich Sorgen machen. Absicherung kann nie schaden und der Arzt kann weitere Therapiemöglichkeiten gegen Bauchmschmerzen aufzeigen, die über die Wärmflasche und das Bett hinausgehen. Lieber hat man etwas zu viel als zu wenig Sicherheit.

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