Was tun bei chronischen Magenproblemen?

Magenprobleme

Chronische Magenprobleme treten oft bei einer Magenschleimhautentzündung auf, der sogenannten Gastritis. Eine Gastritis kann viele Ursachen haben, die jeweils unterschiedlich behandelt werden müssen. Zum Beispiel gibt es eine Typ A Gastritis, die durch Autoantikörper gegen die Magenschleimhaut bedingt ist, bei der der eigene Organismus die eigene Magenschleimhaut zerstört und so zu Magenproblemen und persistierenden Schmerzen führt. Diese Art der Gastritis ist jedoch sehr selten.

Häufiger kommt es zu einer Typ B Gastritis; eine bakteriell bedingte Krankheit. Die verursachenden Bakterien heißen Helicobacter Pylori und können, nach erstmaliger Infektion, meist im Kindesalter, jahrelang im Körper überleben und zu immer wiederkehrenden Entzündungen des Magens führen. Diese Art macht etwa 60-70% aller Gastritiden aus. Das gefährliche an diesen Baktieren ist, dass man die Infektion zunächst nicht bemerkt, während sich aber schon eine aktive Gastritis ausbildet, die über viele Monate und Jahre wachsen kann und letztendlich chronisch wird. Als Ergebnis resultieren anhaltende Magenprobleme.

Die Therapie einer bakteriell bedingten Magenschleimhautenzündung liegt in einer Kombinationstherapie von Protonenpumpemhemmern (wie z.B Omeprazol), die verhindern, dass zu viel Magensäure produziert wird und eine zusätzliche Gabe von Antiobiotika, die zur völligen Ausrottung des Bakteriums führen, wie z.B Penicilline oder Clarithromycin. Eine weitere häufige Ursache für Magenprobleme ist die sogennante chemisch bedingte Gastritis. Im Volksmund auch als Sodbrennen bekannt.
Hierbei wird die Magenschleimhaut durch chemische Substanzen, wie Medikamente, nachhaltig geschädigt. Zu dieser Medikamentengruppe gehören neben Aspirin auch Ibuprofen und Diclofenac, die allesamt als Schmerzmittel rezeptfrei erhältlich sind. Aber auch chronischer Alkoholgenuss gehört zu den Ursachen der Typ C Gastritis.

Durch Einnahme dieser Medikamente über einen längeren Zeitraum wird die schützende Schicht des Magens zerstört, so dass die Magensäure anfängt, die Magenschleimhaut zu verdauen, was dann zu den bekannten Magenproblemen führt. Typische Symptome sind Sodbrennen, Übelkeit und Bauchschmerzen. Die Therapie besteht, sofern die Schädigung des Magens noch nicht allzu fortgeschritten ist, bei einem sofortigen Abbruch der Medikamteneinnahme oder Alkoholabstinenz. In den meisten fällen bilden sich die Symptome dann von alleine zurück und man wird schnell seine Gesundheit wiederfinden. Sollte die Entzündung schon weiter fortgeschritten sein, kann unter Umständen eine Operation erforderlich sein, um die Magenprobleme zu beheben.

Eine letzte, aber durchaus immer häufiger werdende Ursache ist Stress. Chronischer Stress kann zu chronischen Magenproblemen führen. So dass man immer darauf achten sollte, den Stress im Alltag so gering wie möglich zu halten. Generell ist zu sagen, dass bei länger anhaltenden Magenproblemen, wie Sodbrennen (über 3 Tage) ein Arzt aufgesucht werden sollte. Auch bei unklaren Symptomen wie Bauchschmerzen über mehrere Tage sollte dies unbedingt ärztlich abgeklärt werden, um eine Gastritis auszuschließen.

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